Das falsche Schloss
Man muss schon etwas suchen, da das Objekt nicht gerade auf dem Präsentierteller liegt. Gut versteckt in einem ehemaligen Park, der mittlerweile sehr stark zugewuchert ist. Im Sommer machen sich Brombeeren breit (die Freunde jedes Fotografen) und die Bäume sind stark Efeuberankt. Das vermeidliche Schloss ist gar kein Schloss, sondern eine umgebaute Bauernkarte die im 19 Jhs. errichtet wurde. Zu Beginn des 20 Jhs. erwarb ein Berliner Kaufmann, der in den Adelsstand erhoben wurde, mit wenig architektonischem Gespür. Er ließ die Bauernkarte erweitern und zu einem Möchtegern- Prunkschloss umbauen. Schließlich wollte man als Adliger ja auch standesgemäß wohnen. Das Ursprungshaus wurde mit Erkern, Vorbauten, Zinnen und einem Burg ähnlichen Turm versehen. In dem ehemaligen Dorf wurde von den Einheimischen nur noch von dem „Schloss“ gesprochen. Erst ein Besitzerwechsel brachte etwas Ästhetik in das Anwesen. Es wurde ein umfangreicher Park gestaltet. Vor dem Haus wurde mit mehreren Mauern ein terrassenähnlicher Aufbau gestaltet. Davor wurde ein großer Brunnen mit vielen Figuren errichtet, aus denen früher Wasser floss. Es gab sogar eine Allee, die vom Haus bis zum angrenzenden See führte. Das Haus steht seit Jahrzehnten leer und wird dadurch nicht besser.









































