Der Bunker
Was für eine interessante Tour. Nicht nur der Spot war spannend, viel mehr wie kommt man da rein, wenn diese Anlage eigentlich im Umfeld recht gut frequentiert ist, ohne aufzufallen? Nun ja, der frühe Vogel hat es in sich. So auch hier. Los ging es sehr früh morgens, als es noch stock dunkel war. Als wir ankamen haben sich die Lichtverhältnisse immer noch nicht geändert. Mit anderen Worten, das Umfeld und der „normale“ Mensch, schläft noch um diese Zeit 😊 Dann erst einmal den Eingang finden und schwubs waren wir von der Oberfläche verschwunden. Wir waren überrascht, dass im Inneren die Elektrik funktionierte und sogar das Licht brannte, wenn man den Schalter umlegt. Das wäre aber zu auffällig gewesen, da in dem Bunker ein paar kleine Öffnungen waren, wo es von außen aufgefallen wäre, als Taschenlampen an und möglichst nicht zu den Öffnungen leuchten.
Viele wissen gar nicht, dass hier überhaupt ein Bunker ist. Von außen ist auch überhaupt nichts zu sehen. Ursprünglich war hier nämlich kein Bunker. Dieser wurde erst in den Kriegsjahren 1939 bis 1941 in einem bestehenden Hohlraum zu Luftschutzräumen für bis zu 950 Personen errichtet. Er war damals für Passanten und direkte Anwohner im Umfeld vorgesehen. Mit rund 2000 Tonnen Beton zog man Zwischendecken und Trennwände in den Hohlraum. Acht wabenähnliche Räume entstanden so. Mehrere Treppen führten in die unteren Ebenen der Schutzräume. Nach 1941 wurde in der Kegelspitze des Rundraums ein goldenes Hakenkreuz angebracht. An der Wand ist ein riesiger Adler gemalt, der in seinen Klauen einen Eichenkranz trägt. Im Inneren dieses Kranzes befand sich ein Hakenkreuz, welches jedoch mittlerweile übermalt wurde. Außerdem befinden sich im Innenraum noch weitere Wandmalereien, darunter Wappen und ein Hakenkreuz als Sonnenrad ( Schwarze Sonne) sowie – aus dem Zusammenhang gerissene – Zitate von einer ehemaligen politischen Größe.










































