Der große Autofriedhof

Es begab sich zu der Zeit, als 4 verrückte Fotografen sich auf den Weg machten, eine Strecke von rund 900 km abzureißen. 3 Länder wurden durchfahren um an das Ziel zu gelangen. Für diese Strecke wurde es dann auch eine Wochentour. Alles andere wäre zu kurz gewesen. Zumal wir für diesen Ort alleine ca. 2 bis 3 Tage einplanten auf Grund seiner Größe. Am Ziel angekommen, verschlug es uns die Sprache. Ein riesiges Gelände mit rund 800 alten Autos.  Wir wussten nicht wo wir anfangen sollten. Jetzt könnt Ihr Euch auch vorstellen, warum wir hier 2 bis 3 Tage eingeplant haben.

Fortsetzung folgt…

Es handelt sich hier um einen ehemaligen Schrottplatz, der vor vielen Jahren aufgegeben wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg ging es dem Nachbarland wirtschaftlich sehr schlecht, so dass es Einfuhrzölle auf Autos einführte. Die Straßen an der Ländergrenze wurden streng kontrolliert. Autoteile blieben jedoch zollfrei, sodass Käufer in das Nachbarland fuhren um hier günstig Autos zu kaufen. Entweder montierten sie ihre mitgebrachten Autokennzeichen auf die Fahrzeuge und fuhren wieder Heim, oder das Fahrzeug wurde in drei Teile demontiert und einzeln über die Grenze gebracht. Aus dieser Situation, entwickelten zwei Brüder eine Geschäftsidee. Sie verkauften zerlegt Fahrzeuge an die Kunden aus dem Nachbarland. 1956 gründeten sie eine Autowerkstatt, direkt neben ihrem Elternhaus. Die umliegenden Felder wurden bald zu einem Schrottplatz umfunktioniert. Das Geschäft lief so gut, dass sich in Spitzenzeiten bis zu 2000 Fahrzeuge auf dem Gelände befanden. Neben der Demontage von Fahrzeugen und Überführung in das Nachbarland, lief auch der Handel mit Autoteilen, die sich Kunden aus den alten Fahrzeugen ausbauen konnten, sehr gut. Ab dem Jahr 1969 erholte sich die Wirtschaft im Nachbarland wieder. Ende der 1970iger wurden die Zollbestimmungen geändert, so dass das Geschäft der Brüder dadurch stark zurück ging. Im Jahr 1980 verloren sie die Lizenz für den Schrottplatz. Aufräumarbeiten? Fehlanzeige. So verblieben rund 800 Fahrzeuge auf dem Gelände. 

Neben einer Fundgrube für Oldtimer-Liebhaber entwickelte sich der Ort später auch als Touristenattraktion. 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.