Die NS Freilichtbühne
Wir befinden uns an einer ehemaligen NS-Kultstätte. Sie sollte der weltanschaulichen Schulung der politischen Elite der Nationalsozialisten dienen. Auf den Rängen war Platz für über 20.000 Menschen.
Die Grundsteinlegung der Stätte fand am 19. Oktober 1934 im Beisein des Reichsleiters Alfred Rosenberg, des Reichsführers der SS, Heinrich Himmler, des Gauleiters Carl Röver und des Reichsamtsleiters Walter Stang, der die NS-Kulturgemeinde vertrat, statt. In den Jahren 1935 bis 1937 wurde hier auch mehrfach ein Theaterstück, auf Veranlassung eines Gauleiters aufgeführt. Auf dem Theatergelände wurde für die Aufführungen ein festes kleines Dorf errichtet. 1943 zerstörte eine Fliegerbombe die Kirche.
Die Veranstaltungen auf der damals modernen Stätte, sollten als weltanschauliche und politische Kraftquelle aller Menschen in dem Bereich wirken. Hier fanden Massenkundgebungen der NSDAP statt, später sollte dort ein Schulungszentrum der Partei eingerichtet werden, dazu ist es jedoch nach Ausbruch des Krieges nicht mehr gekommen. Auf dem Gelände wurde 1939 eine Sonnenwendfeier veranstaltet. In den 1970ern fanden dort z. T. noch Theateraufführungen für Kinder und Musikschauen statt.
Überlegungen, das Freilichttheater zu reaktivieren, sind vor dem Hintergrund der geschichtlichen Ereignisse nicht realisiert worden. Die Anlage steht heute unter Denkmalschutz.


















