Hotel zum Wanderer
Das Hotel ist ein ehemaliges traditionsreiches Hotel in der Gegend gewesen. Der Ursprung geht zum Anfang des 20. Jhs. Historische Hinweise reichen bis ca. ins Jahr 1920 zurück. Das Hotel blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die eng mit dem Aufschwung des Tourismus im 20. Jhs in der Gegend verknüpft waren. In den 1920er Jahren war es als Skier- und Jugendheim ausgewiesen. Es diente als Anlaufstelle für Wintersportler und Wandergruppen. In den 1970ern boomte der Tourismus in dem Gebiet erneut. Um die Kapazitäten für die Urlaubsgäste zu erweitern, wurde das Hotelgebäude um ein modernes, großes Nebengebäude erweitert. Auf Grund des strukturellen Wandels des Tourismus in diesem Gebiet, Ende der 90er und Anfang der 2000er verlor das Hotel zunehmend an Gästen. Der Betrieb wurde schließlich eingestellt.
Das historische Hauptgebäude wurde im typischen Stil der Gegend errichtet. Ursprünglich war es ein großes, hell verputztes Gebäude mit einem markanten, steilen Satteldach und klassischen Holzbalkonen an den Frontseiten. Diese Holzverkleidungen und Balkone waren charakteristisch für die Architektur der 1920er-Jahre in der Region, um den Gästen einen Blick auf die Natur zu ermöglichen. Um dem Massentourismus dieser Dekade gerecht zu werden, wurde das Hotel um einen zweiten, moderneren Gebäudekomplex erweitert. Dieser Teil bricht stilistisch mit dem alten Haupthaus: Er orientiert sich an der damals üblichen, zweckmäßigen und eher kastenförmigen Bauweise mit größeren Fensterfronten, um mehr Zimmerkapazitäten zu schaffen. Direkt neben dem eigentlichen Hotelkomplex befindet sich ein kleines, separates Einfamilienhaus. Dieses diente vermutlich den früheren Betreibern oder Angestellten als Wohnhaus und ist über den Hofbereich zugänglich.
Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes befanden sich die Gasträume und Gemeinschaftssäle. Große, rustikale Fensterbänder und zum Teil holzgetäfelte Decken oder Wände prägten das Bild. Von hier aus gelangte man auch in den Küchentrakt. Über die Treppenaufgänge der beiden Gebäudeteile sind die ehemaligen Gästezimmer erreichbar. Während die Zimmer im Altbau oft verwinkelt und kleiner waren, wiesen die Räume im Anbau der 1970er-Jahre den standardisierten Grundriss jener Epoche auf (kleiner Flur, integriertes Nassbad, Schlafraum).
Im Untergeschoss verbergen sich die Wirtschaftsräume sowie die zentrale Heizanlage. In Teilbereichen des Kellers und der Wirtschaftsgebäude sind heute noch massive Öltanks verbaut.












































































