Villa zum abgesoffenen Keller
Die Villa selber wurde irgendwann Anfang des 19 Jhs als Gutshaus erbaut. Ein genaues Datum konnten wir leider nicht rausfinden. Bis in die erste Hälfte des 19 Jhs gehörte das Gutshaus zu einem Kloster. Die Anlage wurde damals auf einer Insel errichtet, die durch Eindeichung landfest gemacht wurde. Trotzdem wird das Gebiet öfters bei Hochwasser komplett überschwemmt. Gerade der Kellerbereich wird dadurch immer wieder in Mitleidenschaft gezogen.
Das Gut wurde 1845 von einem Hamburger Kaufmann erworben, der dort mit seiner Familie mit acht Kindern einzog. 1847 gründete der Kaufmann im angrenzenden Ort eine Thonwaarenfabrik, die bis ins Jahr 1903 produzierte. Aus den Tonvorkommen im Umfeld wurden gelbe Ziegel, Röhren, Kachelöfen sowie keramische Haus- und Gartenschmuckstücke hergestellt. Neben dem Gut gehörte dem Kaufmann noch ein in der Nähe liegendes weiteres Gut. Beide Objekte verkaufte er im Jahre 1870 wiederum an einen Hamburger. Dieser bewirtschaftete beide Anlagen vorerst als Gutsherr.
Im Jahr 1881 kaufte ein Augenarzt mit seiner Familie das Gutshaus. Doch lange wohnte die Familie nicht dort. 1885 verkauften sie das Haus wieder und zogen nach Lübeck. Danach zog der nächste Hamburger Kaufmann ein. Dieser war mit seinem Handlungsunternehmen im fernen Osten Russlands zu einem stattlichen Vermögen gekommen. Dieser hielt sich jedoch nur wenige Monate im Jahr hier auf, da er es bevorzugte, in den kalten Wintermonaten sich lieber in südlichen Ländern aufzuhalten.
Ab 1902 war ein Apotheker Eigentümer das Gutshaus. Dieser verstarb jedoch 1907.
Danach erwarb ein Verwaltungsbeamte das Gutshaus. 1912 heiratete er dort seine zweite Frau. Ab 1920 ließ er bis 1922 ein Kavaliershaus im Backsteinstil hinzubauen und bis 1923 das Gutshaus zu einer Villa umzuändern. Um das Haus wurden große Terrassen, Erker und das Eingangsportal mit einem Relief des Wappens und Familienmottos „Vincet veritas“ der Familie hinzufügen.
Später wurde die Villa als Alten- und Pflegeheim genutzt und zu diesem Zweck 1965 mit einem zusätzlichen Gästehaus versehen, welches mit dem Kavaliershaus verbunden war. Ferner wurde die Villa und das Kavaliershaus mit einem zusätzlichen Flachdachbau mit Dachterrasse verbunden. Seit Ende der Nutzung steht die Anlage leer. Vermutlich war hier um 2014 Schluss. Ein genaues Datum konnten wir auch hier nicht finden.





























































































